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Wie ihr bei einer Jobmesse punkten könnt

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Der ein oder andere hat mit Sicherheit mitbekommen, dass wir Mitte Mai bei der Jobmesse Münsterland waren.

Es war ein tolles Wochenende mit spannenden Gesprächen und daher hat uns unsere eigene Teilnahme auf dieses Blogthema gebracht.

Wir wollen euch Tipps geben, wie man eine solche Karrieremesse möglichst gewinnbringend für sich selbst nutzen kann.

Die richtige Messe wählen

Im Jahr 2019 finden laut einer Auflistung von Monster weit über 150 Messen in ganz Deutschland statt. Jobmesse Deutschland gehört dabei zu den größten Veranstaltern, die bundesweit vertreten sind. Da sich das Recruiting-Event nach eigener Aussage an „alle Generationen und alle Qualifikationen“ richtet, war für uns klar, dass wir in diesem Jahr als Aussteller teilnehmen wollen.

Egal, ob man auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, einer passenden Hochschule für das Studium oder einer neuen beruflichen Herausforderung ist – bei den „Jobmessen Deutschland“ findet man all das. Eine tolle Chance, mit unterschiedlichsten Unternehmen, Universitäten, Hochschulen und potentiellen Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu treten. Auch die „Karrieretag“-Messen sprechen Berufseinsteiger, die am Anfang ihrer Berufslaufbahn stehen, wie auch Berufserfahrene, die etwas Neues suchen oder sich umorientieren wollen, an. Die optimale Chance, interessante potentielle Arbeitgeber zu treffen und sich über die eigenen Möglichkeiten auszutauschen.

Neben solchen Messen für Jedermann gibt es aber auch zahlreiche Anbieter, die sich konkret an spezifische Zielgruppen richten. Das Format „Bachelor and more“ sowie „Master and more“ richtet sich –wie der Name vermuten lässt– an angehende Bachelor- bzw. Masterstudenten, genau wie die „Mach was du liebt“-Messen oder die „bonding Firmenkontaktmasse“, die sich neben Studenten auch an Absolventen richtet. Oft gibt es auch branchenspezifische Messen, wie die „JOBMEDI NRW“, die insbesondere für Arbeitnehmer und Interessierte aus der Gesundheitsbranche spannend ist.

Vorab solltet ihr euch also überlegen, was euer persönliches Ziel ist und demnach entscheiden, welche Messe interessant sein könnte. Die meisten Messeveranstalter veröffentlichen vorab eine Liste mit teilnehmenden Ausstellern. Auch daran kann man sich orientieren und im Idealfall die Messe besuchen, wo der eine Arbeitgeber zu finden ist, für den man eigentlich schon immer arbeiten möchte.

Die passende Kleidung tragen

Bei dem Besuch einer Messe, auf der man den potentiellen neuen Arbeitgeber trifft, sollte man sich angemessen kleiden. Am besten so, wie man sich auch in dem Job anziehen würde. Der erste Eindruck zählt! Auch wenn so ein Messebesuch Privatvergnügen ist und vielleicht einen schönen Sonntagsausflug darstellt, sollte man unserer Meinung nach nicht in kurzer Hose, löchriger Jeans oder bauchfreiem Top das Gespräch suchen. Wir nehmen wahr, wer sich die Mühe gemacht hat, sich um sein Outfit Gedanken zu machen. Natürlich sind wir zu jedem nett und höflich, haben aber vielleicht im Hinterkopf schon einen Minuspunkt vermerkt…

Unterlagen mitnehmen oder im Anschluss zusenden

Für uns Aussteller ist es ein enormer Vorteil, wenn der Messebesucher / Bewerber direkt seine Bewerbungsunterlagen dabei hat. Das kann in Papierform sein oder ggfs. auf dem USB-Stick – Hauptsache, man hat hinterher etwas in der Hand, was einen an das Gespräch erinnert. In einem solchen Fall kann auch das Foto auf dem Lebenslauf ein Vorteil sein, da man sich so noch besser an denjenigen erinnern kann, mit dem das Gespräch geführt worden ist. Sofern ihr keine Unterlagen dabei habt, hilft es schon, wenn ihr euren Namen und vielleicht eure E-Mail-Adresse oder Telefonnummer hinterlasst und uns die Unterlagen im Nachgang mit dem Verweis auf das bei der Messe geführte Gespräch per E-Mail sendet.

Vorbereitet das Gespräch suchen?

Im besten Fall wisst ihr vorab schon genau, welche Unternehmen vor Ort sind und entsprechend mit welchen Ausstellern ihr euch unterhalten wollt. Wenn das so ist, könnt ihr euch im Vorfeld über offene Vakanzen und den Arbeitgeber im Allgemeinen informieren. Am Stand könnt ihr dann gezielt Fragen stellen und euch mit den Personalentscheidern über konkrete Jobperspektiven unterhalten.

Ebenfalls könnt ihr natürlich spontan das Gespräch mit Ausstellern suchen, die euch erst auf der Messe auffallen. Zum Gesprächseinstieg kann man zum Beispiel unverbindlich so starten: „Ihr Stand ist mir eben erst aufgefallen, der Firmenname sagt mir jedoch gar nichts. In welcher Branche sind Sie denn tätig und wo ist Ihr Unternehmenssitz?“ So könnt ihr schnell in Erfahrung bringen, ob man wohl zusammenfinden könnte, oder ob das Unternehmen so gar nicht zu euch passt. Manchmal lernt man auf Messen Unternehmen kennen, die einem vorher namentlich gar nicht bekannt waren, die aber wirklich interessant sind und tolle Jobs anbieten.

Auch die Nachbereitung ist wichtig

In seltenen Fällen wird man Jobmessen mit einem Termin zum Vorstellungsgespräch verlassen. Wir verbleiben mit den Besuchern meist so, dass wir uns telefonisch oder per E-Mail zurückmelden, um dann einen Gesprächstermin zu vereinbaren – sofern wir die Bewerbungsunterlagen bereits auf der Messe erhalten haben und eine konkrete Stelle für den Bewerber zu besetzen haben. Wer uns seine Unterlagen nicht vor Ort gegeben hat, wird gebeten, uns diese im Laufe der nächsten Tage zuzusenden.

Unser Tipp für euch Messebesucher: geht Zuhause noch einmal eure Flyer, Broschüren und Visitenkarten strukturiert durch und haltet für euch fest, wie ihr mit den jeweiligen Ansprechpartnern verblieben seid. Müssen noch zusätzliche Unterlagen versendet werden? Dann macht das in der besprochenen Frist. Ist euch eine Rückmeldung versprochen worden? Dann tragt euch den Feedbacktermin im Kalender ein und hakt nach, wenn nötig. Habt ihr selbst noch Rückfragen, die besprochen werden müssen? Schreibt euch diese auf und nehmt Kontakt zum Ansprechpartner auf.

 

Wie sind eure Erfahrungen mit Jobmessen? Habt ihr schon einmal auf einer Messe euren Traumjob oder -arbeitgeber gefunden? Oder haltet ihr den Besuch in Zeiten des Internets für verschwendete Zeit? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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Foto Autor

Lena Flecke