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10 Jahre GrIFU – eine Erfolgsgeschichte – und wie alles begann…….

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Die Gronauer Initiative Familienfreundlichkeit in Unternehmen (GrIFU) feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum.

Wie ich finde, genau der richtige Zeitpunkt, darüber einen Blog zu schreiben.  .

Kinderbetreuung während der Ferien war schon immer eine große Sorge aller arbeitenden Eltern schulpflichtiger Kinder. Das ist natürlich dem geschuldet, dass die Schulferien doppelt so lange dauern, wie der Jahresurlaub eines durchschnittlichen Arbeitnehmers. Ein Kind hat 13 Wochen Ferien im Jahr. Wenn beide Eltern berufstätig sind, reicht der Urlaub nicht aus, um in dieser Zeit durchgängig daheim zu bleiben.

2009 – Organisation

Auch die immer größer werdende Zahl Alleinerziehender sowie Schichtarbeit erhöhen den Bedarf an alternativen Möglichkeiten der Kinderbetreuung in den Ferien. Aus diesem Grund haben sich im Jahre 2009 einige Unternehmen aus Gronau zusammengeschlossen, um für die Kinder ihrer Mitarbeiter eine Ferienbetreuung zu organisieren und damit die Mitarbeiter zu entlasten. Ziel der Unternehmen war natürlich auch, die Mitarbeiterbindung sowie die Standortattraktivität zu erhöhen. Mit ins Boot geholt wurden als Berater Rainer Hülskötter vom Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Gronau sowie Margit Althoff von der BBS (Berufsbildungsstätte Westmünsterland) aus Ahaus. Frau Althoff war damals noch als Projektkoordinatorin für diese Region zuständig. Die Unternehmen der ersten Stunde waren Mondi (damals Nordenia), Job find 4 you, Emerson (damals epro) sowie das St.-Antonius Hospital und die Stadt Gronau.

2010 – Startschuss im Freizeithaus Mondi – GrIFU is born

Allen Beteiligten war sofort klar, dass dieses Projekt in die Tat umgesetzt werden sollte. Aufgrund vieler organisatorischer Dinge konnte es jedoch erst im Jahr 2010 starten. Mit der Durchführung beauftragt wurde die AWO (Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen). Die AWO war es auch, die diesem Pilotprojekt, angelehnt an dem Drachen Tabaluga, den Namen gab. So entstand GrIFU (Gronauer Initiative Familienfreundlichkeit in Unternehmen). Im ersten Jahr fand die Ferienfreizeit drei Wochen lang im Freizeithaus der Firma Mondi statt. 25 Kinder nahmen täglich an dem von der AWO ausgeklügelten Wochenplan teil. Die Kinder konnten täglich von 6:30 bis 17:30 Uhr mit dem Drachen GrIFU eine Reise durch verschiedene Zeiten machen. Einmal in der Woche stand auch immer ein ganztägiger Ausflug passend zum jeweiligen Thema der Woche an. In der Steinzeit etwa ging es in den Wald, in der Ritterzeit zur Burg nach Bad Bentheim. Beteiligte Unternehmen waren folgende: Mondi Gronau GmbH, Sparkasse Westmünsterland, St. Antonius-Hospital Gronau GmbH, die Stadt Gronau, die Stadtwerke Gronau GmbH sowie wie wir, die Job find 4 you Personalmanagement GmbH.

GrIFU 2011 – von drei auf sechs Wochen und ein neues Unternehmen

Nach dem großen Erfolg im ersten Jahr war GrIFU plötzlich ein Selbstläufer. Es sprach sich unter Eltern, aber auch unter den Kindern rum, was für einen riesen Spaß die Freizeit gemacht hatte. Im Jahr 2011 wurde die Freizeit auf 6 Wochen verlängert. Im Schnitt waren es in diesem Jahr schon 30 Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren, die täglich betreut wurden. Auch das Feld der beteiligten Unternehmen wurde durch das Unternehmen Hoff und Partner Gronau aufgestockt. Für das Programm war erneut die AWO zuständig, die das betriebliche Ferienprogramm mit wöchentlich wechselnden Themen erarbeitet hatte. Jede Woche erwartete die Kinder ein anderes spannendes Abenteuer. GrIFU nahm die Kinder mit in ferne Länder, zeigte ihnen die verschiedenen Kulturen und sang mit ihnen Seemannslieder. In einer Woche erhielt GrIFU einen Hilferuf von Asterix dem Gallier und alle eilten ihm zur Hilfe, um sein Dorf vor den Römern zu beschützen. Der krönende Abschluss in 2011 war allerdings eine Zirkusvorstellung. Das Freizeithaus von Mondi in Gronau verwandelte sich in einen Zirkus. Die Kinder wurden zu Artisten und lustigen Clowns und gestalteten so die größte Zirkusshow, die es dort je gab.

2012 – ein heißer Sommer

120 Kinder hatten sich angemeldet. 120 Kinder, die jede Woche eine andere spannende Welt mit GrIFU erleben durften. Übrigens, das Drachenmaskottchen wird von den Kindern aus Pappe gefaltet oder als Stofftier durch die Gegend getragen. Andere Kinder spielen in der Zeit Fußball oder vergnügen sich bei gutem Wetter im großen Planschbecken. Aufgeteilt in Früh- und Spätschicht sorgten 14 Betreuer dafür, dass alle Kinder zufrieden waren.

GrIFU – 2013 neue Räumlichkeiten und neuer Betreuungspartner

Der Erfolg spricht sich natürlich rum und es kamen viele Anfragen von weiteren namhaften Unternehmen aus Gronau. Doch die Kapazitäten waren begrenzt. Nachdem in den letzten Jahren die Anzahl der teilnehmenden Kinder immer weiter anstieg, mussten wir uns schweren Herzens aus den Räumlichkeiten von Mondi verabschieden. Mit der B.-Overbergschule haben wir jedoch passende Räumlichkeiten gefunden, die allen Kindern noch mehr Möglichkeiten boten. Ebenfalls neu in 2013 war, dass die Betreuung von da an vom Roten Kreuz im Kreis Borken organisiert wurde. Mehr als 20 Betreuerinnen kümmerten sich von frühmorgens bis zum späten Nachmittag um die Kinder der sieben Gronauer Unternehmen. Schichtweise zu siebt versorgen sie bis zu 58 Kinder täglich auch mit Frühstück, Mittagessen, Snacks und Getränke n- sozusagen Vollpension bei GrIFU. Unter den Betreuerinnen finden sich ausgebildete Erzieherinnen genauso wie Studenten aus Lehramt, Sonderschulpädagogik und der sozialen Arbeit. Das Essen wurde übrigens immer frisch vom St. Antonius-Hospital geliefert.

2014 – Eilermarkschule

In 2014 fand die Betreuung in der Eilermarkschule statt. Auch hier gab es wieder für jede Spielwoche ganz besondere Themen, die die Leiterinnen Manon und Debra Overhageböck mit ihren Helferinnen vorbereitet hatten. GrIFU erforscht die Natur, oder besucht die Ägypter. Ebenfalls lernte GrIFU den Kindern in diesem Jahr das Gruseln. Dazu bot die Eilermarkschule die optimalen Bedingungen mit dem großen Spielplatz und der direkt anliegenden Turnhalle. Viele Kinder freuen sich auf das nächste Jahr und wollten sich direkt schon wieder anmelden.

GrIFU 2015 – Pestalozzischule

In 2015 fanden die drachenstarken Ferien in der Pestalozzischule statt. Für die Kinder ging es diesem Jahr unter anderem in den Zoo nach Münster, ins Kino und nach Oberhausen. Die Eltern beteiligten sich mit einem kleinen Obolus an den Kosten, den Rest übernahmen die sieben Unternehmen.

2016 und 2017 – Hermann- Löns- Schule

Organisatorisch wurde GrIFU auch in 2016 und 2017 vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Borken verwaltet. GrIFU reist mit den Kindern in die Vergangenheit, nach Amerika und unternahm eine Reise ins All. Zu den jeweiligen Themen wurde gebastelt, gemalt, gespielt und manchmal auch gekocht. Ein großes Highlight für alle Kinder waren natürlich wieder die Ausflüge. So stand in diesem Jahr u.a. Jelly Beans Spielewelt und das Planetarium auf dem Programm. Die Hermann-Löns-Schule in Epe bot mit vielseitig eingerichteten Räumen und einem tollen Schulhof auch reichlich Gelegenheit zum zwanglosen Spielen.

GrIFU 2018 – Buterlandschule

Wenn in einer Gronauer Grundschule während der Sommerferien Kinder toben, singen, spielen und lachen, dann sind die GrIFU Kids wieder da. Im Jahr 2018 fand die GrIFU-Freizeit in den Räumen der Buterlandschule statt. Rund 100 Kinder waren in diesem Jahr dabei. Die Tagesauflüge führte die Kinder 2018 zum Frankenhof nach Reken, zum Schloss Dankern und zum Freizeitpark Waarbeek in Hengelo.

2019 – GrIFU wird 10 Jahre alt

Und auch in diesem Jahr dürfen sich alle Kinder auf abwechslungsreiche und spannende drachenstarke Ferien freuen. Zudem feiern wir den zehnten Geburtstag unseres kleinen Drachen GrIFU. Mittlerweile ist diese einmalige Ferienbetreuung in Gronau vielen Bürgern ein Begriff. Und noch immer sind folgende Unternehmen und Institutionen mit im Boot: Mondi, Hoff und Partner, Sparkasse Westmünsterland, Stadt Gronau, Stadtwerke, das Antonius Hospital und natürlich wir, die Job find 4 you.

GrIFU in Zukunft

Uns ist es auch in Zukunft eine große Herzensangelegenheit, einen Teil der Kinderbetreuung in Ferien zu übernehmen. Immer noch reißen die Anfragen anderer Unternehmen nicht ab – zeigt es doch, wie wichtig das Thema auch in anderen Firmen ist. Übrigens kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, dass die Betreuung vor Ort immer super professionell abgelaufen ist. Ich hatte meinen Sohn 5 Jahre in Folge bei GrIFU angemeldet und ich hatte immer und zu jederzeit ein super Gefühl, dass er dort gut aufgehoben ist.

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Foto Autor

Rita Sundag